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Sonntag, 12. April 2015

to my mother

may every tear that has ever fallen from your tired eyes on my behalf become a river for you in paradise

Meine Mutter ist unten und telefoniert, ich bekomme mit wie sie "seit wir in Deutschland sind" sagt. Ich komme näher und versuche mehr zu verstehen, natürlich so, dass sie mich nicht sieht. "Wir mussten alles durch machen, was es nur auf dieser Welt gibt. Krebs, Operationen, Autounfälle, Begräbnisse, Drogen. Es ist schlimm."
Es bricht einem das Herz, wenn man weiß, dass die eigene Mutter so viel aushalten musste. Es gibt niemanden, der stärker ist als meine Mutter. Sie ist meinen Augen die weiseste, stärkste Frau der Welt.
Ich liebe meine Familie über alles, aber es gibt wirklich Momente, an denen ich mich frage, ob wir überhaupt eine Familie sind.
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Ich weiß nicht, ob ich schon mal über meine neuen Freunde hier geschrieben habe, wenn nicht, dann mache ich das jetzt. Es ist am Anfang alles noch so neu, man will immer mehr voneinander wissen, die meisten haben nichts zu verbergen und erzählen von ihrem Leben, ihrer Familie. Und dann komme ich, mit Geschichten, die man ja, Fremden  gar nicht zumuten sollte. Einerseits habe ich so das Bedürfnis, ihr alles zu erzählen. Sie ist so ein Schatz. Andererseits habe ich Angst. Am meisten über mich weiß C und sie ist auch die Einzige, mit der ich offen über meine Familie rede. Ich weiß nicht, ob ich je irgendwann mit L darüber gesprochen habe, es kann gut möglich sein, wir waren sehr eng befreundet bzw sind es hoffentlich immer noch. Man verliert sich immer wieder aus den Augen, aber diese Phasen halten immer länger an, bis wir irgendwann gar nicht mehr schreiben.

Ich habe das Gefühl, dass dieser Post ein  bisschen verwirrend ist, aber egal.
Morgen fängt die Schule an und ich bin einigermaßen bereit x
Ich wünsche euch eine schöne Woche, kommt gut in den unangenehmen Schlafrythmus rein.

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The Infamous Middle Finger